Sandro Schafer

INFLUENCER

Influencer PNG2
Fachbereich:
Content Creation & Marketing
Semester (Modul):
1. Modul

TikTok – YouTube – Instagram diese Plattformen nutzt du jeden Tag. Auch der bekannte Schweizer Influencer Maelo ist auf diesen Plattformen unterwegs.

Willst du wissen, was es alles benötigt, um ein Video zu produzieren? Und wieviel Maelo und andere Influencer an diesen Videos verdienen? In meinem Blogbeitrag zeige ich dir von Beginn bis zum Finale, was alles stattfindet, bis du das Video auf deinem Handy geniessen kannst.

Maelo ist auf vielen verschiedenen Plattformen aktiv. Darunter zählen auch TikTok und YouTube Shorts, auf denen er kurze aber doch aufwendig produzierte Comedy Videos hochlädt. Aktuell sind dies die aktivsten Plattformen, auf denen Maelo zu finden ist. Dann folgt natürlich Instagram, um mit seiner Community bestmöglich in Kontakt zu bleiben. Ausserdem ist er auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu finden, auf welchem er sehr aktiv in Textform von seinem Leben berichtet. Last but not least sein Ursprung, der Video-Gigant schlecht hin, YouTube. Dies ist für ihn und auch für die meisten «älteren» „Influencer“ die Hauptplattform. Auf dieser Plattform passt Maelo sich immer ein wenig dem Trent an. Begonnen hat alles mit Gaming - in der Zwischenzeit aber ein Unterhaltungs- bzw. Comedy- Programm. Nicht zu vergessen Twitch, die Livestream Plattform von Amazon. Auf dieser ist er in der Regel einmal in der Woche live und spricht mit seiner Community.

CONTENT CREATOR

Content Creator ein Arbeitstitel, der viele Fragen aufwirft. Es ist auch ein sehr grosser Überbegriff. Ich möchte mich auf die «do it yourself» Sparte beziehen, die selbständig Arbeitenden oder auch ganz unschön genannt, auf die «Influencer». Dieses Wort stammt aus der englischen Sprache, abgeleitet vom Verb: «to influence», was so viel bedeutet wie beeinflussen. Dies ist auch der Grund, warum ich diesen Begriff nicht so mag, weil er automatisch etwas Negatives suggeriert. Nach Definition ist ein Influencer eine Person, die Dinge in fast komplett eigener Produktion bewirbt. Im Klartext macht er Content, welcher seine Zuschauer dazu bewegen soll, Sachen zu kaufen, er «influence» (beeinflusst) seine Zuschauer mit Werbung. (Deges, Prof. Dr. Frank)

Heute wird der Begriff «Influencer» für Personen benutzt, die ihr Einkommen eigenständig im Internet verdienen; indem Zuschauer ihren Content konsumieren.

Das Vorbereiten

Aller Anfang ist schwer. Mit Beginn einer Produktion schreibt Maelo ein Skript. Viele vernachlässigen diesen wichtigen Schritt. Natürlich kann auch ein spontan aufgenommenes Video sehr gut werden, aber in der Regel eher nicht. Beim Skript gehört viel mehr dazu, als nur aufzuschreiben, was gesprochen werden soll. Der komplette Ablauf und das Geschehen im Video sollten gut geplant sein. Als Erstes braucht es die Idee, welche in diesem TikTok Video von einem Zuschauer in Form eines Kommentars gekommen ist. Anschliessend plant Maelo wie er die Idee in ein Video verarbeiten kann. Er schreibt auf, was er genau sagen will.

Computerbildschirm mit Skript

Die Technische Arbeit

Wenn dies alles erledigt ist, kann er mit der Vorbereitung der Aufnahme beginnen. Als Erstes die Kamera aufstellen, Einstellungen an der Kamera vornehmen und das Studio vorbereiten. Bestenfalls wurde die Position und der Blickwinkel in der Vorbereitung bereits geplant. Bei diesem Schritt ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und gut zu kontrollieren, ob alle Einstellungen richtig sind. Ist der Protagonist im Fokus? Stimmen die Lichtverhältnisse? Ist nichts Störendes im Sichtfeld? Im Falle von Maelo sind die technischen Vorbereitungen sehr wichtig. Er produziert im Radiostudio. Er nutzt das Radiostudio als visueller Akt aber natürlich auch wegen seiner Technik, vor allem um seinen Sound in den Videos aufzuzeichnen.

Maelo Romani beim einrichten der Kamera

Die Performance

Anschliessend performt er sein Video gemäss seinem vorbereiteten Skript. Die tatsächliche Aufnahme ist im ganzen Prozess der kleinste Anteil; es ist irrelevant was für ein Video produziert wird. Hier produziert Maelo ein TikTok bzw. YouTube Shorts Video, welches nur wenige Sekunden lang ist. Entsprechend dauert auch seine Aufnahme nur einige Sekunden. Bei grösseren Videoproduktionen würden verschiedene Szenen dazukommen und auch mehrere Aufnahmen. In der Regel wird die erste Aufnahme nie perfekt.

Maelo Romani bei der Finalen Aufnahme

Die Nachbearbeitung

Nun wird die Aufnahme zugeschnitten. Dieser Prozess ist je nach Art des Videos sehr arbeitsintensiv und bedarf einer guten Planung. Das Video bearbeitet Maelo für die verschiedenen Plattformen unterschiedlich. In diesem Schritt werden alle Aufnahmen (das Bild seiner Kamera mit dem Sound, welcher er über das Studio aufgenommen hat) kombiniert. Der Schnitt ist eine sehr wichtige Komponente; die verschiedenen Szenen, Übergänge und die Effekte der Musik erhalten eine Position. Die Nachbearbeitung kann das Video komplett ändern. In diesem TikTok Video ist der grösste Teil bereits im Studio passiert. Trotzdem schneidet Maelo für TikTok das Video ein wenig anders als für YouTube Shorts. Der Grund dafür ist, weil er zu Beginn des Videos den Kommentar des Zuschauers einblendet, welcher die Idee zum Video hatte und in TikTok kann er den Kommentar im Nachhinein über TikTok einblenden lassen.

Maelo Romani bei dem Videoschnitt

Das Endergebnis

Am Schluss steht nur noch der Upload an. Hier werden noch Titel und Beschreibungen hinzugefügt und das Datum der Veröffentlichung ausgesucht. Nun beginnt der spannendste Moment; wie nimmt die Community das Video auf, was sagen die «User», wie gut ist das Video?

PAUSEN

Am Schluss der Produktion ist es sehr wichtig, eine Auszeit zu nehmen, obwohl viele den Job als Influencer nicht als Arbeit/Job ansehen. Was hat eine Produktion eines 20s langen Videos mit Arbeit zu tun? Aber dieses Vorurteil stimmt überhaupt nicht. Produktion ist mit viel Arbeitsaufwand verbunden; es verlangt ausserdem ständige Konzentration und der Druck der Selbständigkeit macht es nicht einfacher. Darum ist es sehr wichtig, Pausen und auch Auszeiten einzuplanen.

DIE SCHWIERIGKEIT DER SELBSTÄNDIGKEIT

Warum ist Maelo auf sehr vielen Plattformen unterwegs? Und kann er damit Geld verdienen? Generell JA, aber in der Schweiz ist dies immer noch sehr schwierig. Mit viel Mut und Geduld ist es aber möglich, sich als „Influencer“ selbständig zu machen. Abgesehen von den obengenannten Plattformen ist er noch freier Mitarbeiter im Lokalradio «radiofr» (Radio Freiburg), dort arbeitet er in der Moderation. Dieses Studio nutzt er auch als Studio für seine TikTok und YouTube Short Videos.

Wie finanziert sich nun das Leben eines Influencers. Ich habe mit ihm gesprochen und es ist, obwohl er nicht schlecht verdient, sehr ungerecht und unfair verteilt. Mit TikTok verdient er nichts. Lange sah es auch auf YouTube Shorts so aus; ein Bruchteil eines normalen Monatslohnes für ein ganzes Jahr. In der Zwischenzeit bezahlt YouTube Shorts wesentlich besser. YouTube investiert aktuell stark in ihr Shorts Kanal, da sie eine Konkurrenz zu TikTok darstellen wollen, zum Vorteil der Influencer.

Besser sieht es auf Twitch aus. Hier ist sein Einkommen sehr unregelmässig. Der Verdienst auf Twitch wird über Spenden und kostenpflichtigen Abo-Modellen finanziert. Der Konsument unterstützt seinen Influencer durch ein kostenpflichtiges Abonnement. Ein paar wenige Einnahmen werden durch Werbung vor und während den Streams generiert, wovon aber die Plattform Twitch den grössten Teil behält.

Also wo bleiben die Plattformen, welche ihn über Wasser halten? Der beste Verdienst erhält er von YouTube, was aus Werbung vor und während den Videos passiert. YouTube ist für Maelo immer noch die Plattform, die am besten zahlt. Aber der lukrativste Teil sind Kooperationen mit anderen Firmen. Genau da kommen TikTok und Instagram ins Spiel. Beide Plattformen, welche an sich kein Geld abwerfen, aber eine grosse Zuschauerschaft generieren. Genau für diese Zuschauer bezahlen Firmen sehr gerne. Weil sie damit eine mengenmässig grosse Masse an Menschen erreichen.

Fazit

Influencer eine Jobbezeichnung, die viele Fragen aufwirft. Es ist ein sehr interessanter Beruf, der aber auch viel Mut und Geduld abverlangt. Finanziell kann der Beruf als Influencer sehr lukrativ sein, aber es ist ein langer, meistens anspruchsvoller Weg bis zum Erfolg.
Die technische Umsetzung hingegen ist bei vielen Content Creatoren ähnlich. In diesem Falle war es nur ein kurzes TikTok Video, aber auch bei grossen Videoproduktionen ist die Vorgehensweise dieselbe.

Falls ihr noch mehr von Maelo sehen wollt, hier die Links zu seinen Socials:

Absolventin / Absolvent

Sandro Schafer

Studiert seit 2021 Cross Media am SAE Institut in Zürich.
Das Interesse für die digitale Medienwelt hat er schon vor vielen Jahren entdeckt, vor allem in Richtung Medien Design. Somit hat er sein erstes Video bereits mit 12 Jahren erstellt, damit war die Faszination für die Gestaltung von Film, Bild und Web gegeben.