Ganz intim mit Joya Marleen
Über 100 glückliche Gewinner durften Joya Marleen am Event Radio Zürisee hautnah erleben. Die 18-jährige St. Gallerin gilt als eine der jüngsten Nachwuchstalente in der Schweizer Pop-Industrie.
Mit ihrer Hitsingle Nightmare eroberte sie im Jahr 2021 bereits die nationalen Radiostationen und startet jetzt so richtig durch. Im Frühjahr 2022 geht die Gymi-Schülerin auf ihre erste Tournee durch die Schweiz.
Alles andere als ein Nightmare, wie die aktuelle Hitsingle von Joya Marleen heisst, war ihr Auftritt am 7. Oktober 2021 bei Radio Zürisee hautnah. Über eine Stunde spielte sie zusammen mit ihren zwei Bandmitgliedern ihre bekanntesten und neusten Songs und amüsierte das Publikum mit lustigen Geschichten aus ihrem Alltag.

Der Event Zürisee hautnah, welcher drei bis vier Mal im Jahr stattfindet, wird von Radio Zürisee veranstaltet und im hauseigenen Loft in Rapperswil durchgeführt. Der im Jahr 2019 frisch renovierte Saal liegt direkt neben den Radiostudios, in welchen zur selben Zeit auch live ausgestrahlt wird. Auf der Bühne treten jeweils verschiedenste Schweizer Künstlerinnen und Künstler aus dem Musik- und Comedy-Business auf. Das Spezielle an diesen Events: Die Tickets können nur gewonnen und nicht gekauft werden. Während einer Woche vor den Events werden diese täglich auf dem Sender und der Website verlost. Und da es jeweils nur 120 Eintritte zu gewinnen gibt, und der Eventraum mit seinen 120 Quadratmetern verhältnismässig klein ist, erhalten die Zuschauer die einmalige Gelegenheit, die Künstler hautnah zu erleben (Rossi 2021; Radio Zürisee 2021).

Neues Publikum für die Newcomerin
Für die glücklichen Gewinner startete der Abend um halb acht mit Häppchen und gekühlten Getränken zum Anstossen. Dank der Zertifikatspflicht konnte der Anlass ohne Maske oder Abstandsregelung genossen werden. Bis kurz nach acht Uhr füllte sich der Saal, bevor Mario Steiner, Moderator bei Radio Zürisee, auf die Bühne trat und das Publikum willkommen hiess. Seine humorvolle Art brachte die Gäste rasch in gute Stimmung und alle warteten gespannt auf Joya. Mit einem tosenden Applaus wurden die drei Musiker auf die Bühne geholt und die Band spielte ihren ersten Song. Das Publikum tanzte, lachte und war von der Stimme der jungen Sängerin begeistert.
Doch nicht alle kannten die Lieder von Joya. Der grosse Unterschied von einem Konzert mit gekauften Tickets, zu einem Anlass, bei dem die Eintritte verlost werden, liegt darin, dass das Publikum teilweise noch nie etwas von den Musikerinnen und Musikern gehört hat. Und genau diese Art von Event gibt den Newcomerinnen und Newcomern eine Chance, ihre Musik vor neuem Publikum zu spielen und so eine noch grössere Reichweite zu erlangen (Rossi 2021).

Direkt aus dem Pfadi-Lager
Immer wieder erzählte Joya Geschichten aus ihrem Leben. Zum Beispiel ist sie momentan Leiterin in einem Pfadi-Lager und extra für diesen Anlass nach Rapperswil gereist. Oder auf die Frage, woher sie alle ihre Instrumente hat, antwortete sie mit einem Grinsen im Gesicht: «Von meinem Vater.» Ihre sympathische und ehrliche Art kam beim Publikum sehr gut an. Gegen Ende spielte sie dann ihre langersehnte Hitsingle Nightmare, bei der das Publikum mitsang und tanzte. Mit einer Verbeugung bedankte sich die Band bei den Gästen und verliess anschliessend den Saal.
Zugabe, Zugabe!
Der nicht endende Applaus sowie das Geschrei nach einer Zugabe motivierte die jungen Musiker nochmals zurück auf die Bühne zu kommen. Ohne zu zögern, spielten sie ein weiteres Lied. Dieses Mal handelte der Songtext von einer heimlichen Liebesgeschichte, wie Joya dem Publikum mitteilte. Das Bühnenlicht färbte sich rot und alle waren mit den Gefühlen bei der Sängerin.
Nach dem Konzert nahm sich Joya Zeit, um Autogramme zu geben, Erinnerungsfotos zu schiessen und sich mit den Gästen auszutauschen. Als auch der letzte Gast den Loft verliess, lief sie mit ihrem Pfadi-Gepäck zur Tür hinaus und ging zurück in ihr Lager.

Gäste von jung bis alt
Das Publikum war komplett durchmischt. Von einem jungen Mädchen, das mit grossen Augen auf die Bühne schaute, bis hin zu einem älteren Herrn, der sich einen Stuhl zum Hinsetzen nahm, waren alle Altersgruppen anwesend. Für viele war dies einer der ersten Anlässe, an denen sie nach der angespannten Corona-Situation wieder teilgenommen haben. Und die Rückmeldung war grossartig. «Vielen Dank für diesen wundervollen Abend, es fühlte sich an wie vor der Pandemie. Das hat mir gefehlt!», wie ein Gast beim Herausgehen sagte. Auch nach dem Event erhält der Radiosender immer wieder positive Rückmeldungen und Dank via Social Media oder E-Mail (Rossi 2021).

Radio Zürisee will mit ihrem Event Zürisee hautnah eine persönliche Bindung zu ihren Hörern herstellen und sich damit für die Treue bedanken. Die finanziellen Aufwände werden jeweils von einem Werbepartner übernommen, der für das Catering und die Gage der Künstler aufkommt. Vor allem Musiker nutzen gerne diese Chance, um die Aufmerksamkeit auf ihre neuen Hits oder Alben zu erlangen (Rossi 2021).

18-jähriges Nachwuchstalent aus St. Gallen
Joya Schedler, wie sie mit gebürtigem Namen heisst, wuchs in einer musikalischen Familie auf. Ihr Vater produzierte eigene Musikstücke und inspirierte Joya damit schon früh. Als Kind lernte sie Keyboard und Gitarre spielen und schrieb bereits mit 11 Jahren ihre eigenen Lieder. Einer ihrer ersten Auftritte war im Pressewerk in Arbon, als sie als Vorband von Carrousel auftreten durfte. Dabei lernte sie ihren jetzigen Manager Léonard Gogniat kennen. Zusammen mit ihrem Musikproduzenten Thomas Fessler von 571 Recording Studios brachte sie dann im Herbst 2020 die Single Nightmare heraus. Nur kurze Zeit später wurden die ersten nationalen Radiostationen auf sie aufmerksam und spielten ihren Song, bevor sie den Platz eins der Schweizer Radio Charts belegte (Schedler 2021).
Im Frühling 2021 gewann Joya den SRF3 Best Talent Award und erreichte so eine noch grössere Bekanntheit und Medienpräsenz. Mittlerweile hatte sie Auftritte bei Events wie Energy On Air, Energy Starnight oder am Openair Gampel. Doch ihr grösster Traum ist es noch immer, in ihrer Heimatstadt, am Openair St. Gallen, spielen zu dürfen (Schedler 2021).
Ihren Künstlernamen Marleen, mit welchem sie seit dem Release ihrer ersten Hitsingle an die Öffentlichkeit geht, hat sie nicht einfach so erfunden. Ihre Grossmutter, sowie der Zweitname ihrer Mutter lautet Marlen. Sie ist stolz diesen Namen weiterführen zu dürfen und sieht durch die Abänderung zu Marleen auch den Vorteil, international bekannt zu werden (Schedler 2021).
Die 18-jährige St. Gallerin, welche zurzeit noch das Gymnasium besucht, hat Grosses vor. Anfang 2022 wird sie ihre erste Tour starten und macht dabei halt in über zehn Schweizer Städten. Zudem hat sie bereits neue Songs produziert, die nur noch darauf warten veröffentlicht zu werden. Wenn sie dann ihre Matura absolviert hat, möchte sie sich vollumfänglich der Musik widmen und freut sich bereits heute auf viele Live-Auftritte.
Ihr klares Ziel:
«Ich will eine erfolgreiche Musikerin werden!»
(Schedler 2021).