Analog Bar
Analog Bar „Ein Ort, der wirkt, als würde es ihn schon lange geben“ – so beschreiben die Barbetreiber Philipp Buob und Magdiel Magagnini die Atmosphäre der im Jahr 2022 eröffneten Analog Bar. Dieser scheinbar paradoxe Eindruck ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels aus Kultur, Musik und Platten. Die beiden Betreiber der Bar […]
Tauche ein in die einzigartige Welt der Analog Bar, wo Geschmack auf Klang trifft. Im Herzen von St. Gallen verschmelzen Kaffee, Naturwein und Vinyl zu einem Erlebnis für alle Sinne. Erfahre, wie bewusster Konsum und Nachhaltigkeit ein modernes Gastro- nomiekonzept prägen und zugleich Raum für Kultur und Begegnung schaffen.
Analog Bar
„Ein Ort, der wirkt, als würde es ihn schon lange geben“ – so beschreiben die Barbetreiber Philipp Buob und Magdiel Magagnini die Atmosphäre der im Jahr 2022 eröffneten Analog Bar. Dieser scheinbar paradoxe Eindruck ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels aus Kultur, Musik und Platten. Die beiden Betreiber der Bar wollen mit einem «innovativen Gastronomiekonzept ein unvergessliches Erlebnis schaffen, das die Bedürfnisse und den Wandel der heutigen Generation widerspiegelt», wie die beiden im Gespräch betonen.
Die Analog Bar ist tatsächlich viel mehr als nur ein Ort, um sich zu betrinken. Genuss und Nachhaltigkeit stehen hier im Vordergrund. Im Herzen von St. Gallen bietet sie einen Treffpunkt, der sich von anderen Bars abhebt.


Von der Vision zur Realität
„Gemeinsame Leidenschaft verbindet“ – das gilt auch für Philipp Buob und Magdiel Magagnini. Mit dem Beginn der Pandemie 2020 entstand bei Philipp Buob ein Gedanke, der zunächst simpel erschien, denn er wollte zunächst nicht mehr als schlicht seine umfangreiche Plattensammlung verkaufen. Doch daraus entwickelte sich mehr. Als erfahrener Gastronom spürte er das Potenzial, sein Hobby mit seinem Beruf zu verbinden und etwas Neues zu schaffen. Es sollte einen Ort geben, der Musik, Kultur und Genuss miteinander verschmelzen lässt. «Ein Plattenladen, der zugleich Aperobar sein könnte, nahm in meiner Vorstellung Gestalt an», erzählt Philipp Buob mit seiner ihm eigenen Begeisterung.
Die Idee war geboren, doch es brauchte Magdiel Magagninis Gespür für Musik und seine Expertise in Naturwein, um den Gedanken zu etwas Grösserem zu machen. Warum nicht ein gemeinsames Projekt wagen? In Ihrer Vision enstand ein Raum, der sich wie ein Wohnzimmer anfühlt, ohne die besondere Spannung zu verlieren, die durch Musik und Gespräche entsteht. «Tagsüber ein Plattenladen und Café, abends eine Aperitif-Bar – ein Ort, der sich wie die Drehung einer Schallplatte verwandelt und dabei stets dieselbe Seele bewahrt», das war unsere Vision, erklärt Philipp Buob.
3. Das Design
Das Design der Analog Bar spricht für sich. Beim Betreten der Bar erlebt man ein Gefühl von Wärme und Ruhe. Sorgfältig ausgewählte Möbel und warme Lichtquellen lassen die Bar in ihrem besten Licht erscheinen.
Jedes Detail wirkt unbewusst perfekt platziert. Ob es der abgenutzte Holzstuhl ist, der an ein altes Café erinnert, oder die Retro-Lampen, die zum Eindruck beitragen, in einer anderen Zeit anzukommen.
Tagsüber fallen die Blicke direkt auf die bunten Vinylcover der unterschiedlichen Genres. Diese verleihen Farbe und Charakter. Kombiniert mit dem leisen Knistern von Vinyl und dem Duft von frisch gebrühtem Kaffee schafft die Analog Bar ein Ambiente, das nicht nur zum Verweilen, sondern zum Eintauchen einlädt.
In den Abendstunden verwandelt das gedimmte Licht die Bar in einen Raum voller Intimität und Wärme. Das goldene Licht der Retro-Lampen spiegelt sich in Gläsern, die mit sorgfältig ausgewähltem Naturwein gefüllt sind, während sich die Musik von leichten Jazzklängen zu rhythmischem Funk steigert. Der Raum lebt – er lädt zur Begegnung ein, zum Austausch, aber auch dazu, einfach zu sitzen und die Atmosphäre zu geniessen.
Mit dieser durchdachten Gestaltung schafft die Bar eine Brücke zwischen Nostalgie und Gegenwart, zwischen Stille und Klang. Ein Ort, der nicht nur ästhetisch wirkt, sondern sich auch so anfühlt.
«Das Design der Bar hat mich von Anfang an begeistert, denn sie ist ein Ort, an dem man wirklich zur Ruhe kommen und geniessen kann. Als grosser Musikenthusiast schätze ich besonders die stimmige Atmosphäre, die perfekt mit der Musik harmoniert. Tagsüber finde ich dort eine wohltuende Ruhe, während ich abends in eine gute Stimmung versetzt werde – nicht nur durch den Alkohol, sondern durch das Zusammenspiel aller Umstände.» (Remo, Stammgast, 2024)


Listening Bars als Inspiration
Neben dem Genuss von Naturwein abends ist auch das Ambiente eines Plattenladens tagsüber ein grosser Unterschied zu anderen Bars. Es ist nicht einfach ein normales Café, wie man es heutzutage tagsüber in vielen Bars findet. In der Analog Bar kann man tagsüber durch eine grosse Auswahl an Platten stöbern und diese direkt an der Theke hören. Diese Möglichkeit eröffnet der Bar ein noch breiteres Publikum, was ebenfalls zum Erfolg beiträgt. Dabei liessen sich die Betreiber von den sogenannten „Listening Bars“ in Japan inspirieren, wo solche Konzepte weit verbreitet sind (Anon, 2022).
Naturwein
Tritt der Abend ein, wird der Fokus auf den Naturwein gelegt. Dieser schafft in Kombination mit der gemütlichen Atmosphäre ein einzigartiges Erlebnis. Mit dem Ziel, sich auf lokale Winzer*innen zu konzentrieren und deren Weine selbst sorgfältig auszuwählen, spiegelt die Vision der beiden Barbetreiber wider und zeigt ihre Wertschätzung von Nachhaltigkeit und Authentizität.
Im Prozess der Entwicklungsphase liessen sich Buob und Magagnini gerne von anderen Ländern inspirieren. Besonders Frankreich und Italien spielten eine grosse Rolle, da diese Länder eine andere Trinkkultur pflegen als Westeuropa. In Paris etwa findet man in vielen Bars Naturweine, was in der Schweiz eher zur Seltenheit gehört (Punch, n. d.).
Mit ihrem Konzept wollten die Betreiber sich von den traditionellen Bars Mitteleuropas abheben. Naturwein ist mehr als ein Massenprodukt, es verbindet die Leidenschaft der Winzer*innen mit einem einzigartigen Geschmackserlebnis. Der Fokus auf Wein unterscheidet sich deutlich vom weit verbreiteten exzessiven Bierkonsum, der in vielen westlichen Ländern die Trinkkultur prägt
(Krichmayr, 2024).

